Tipps zur Einschulung: Die Schultüte
Die Schultüte – oder auch Zuckertüte – ist in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil der Einschulung. Haben früher die Paten der i-Dötzchen die Schultüten überreicht, sind es heute in der Regel die Eltern. Im Zuge aller Vorbereitungen zur Einschulung sind die Sommerferien ein geeigneter Zeitpunkt, um sich über die Schultüte Gedanken zu machen. Was auf den ersten Blick so einfach scheint, kann bei der konkreten Planung verschiedene Fragen aufwerfen: Soll es eine gekaufte Schultüte sein oder doch lieber eine selbstgebastelte? Was gehört überhaupt hinein? Und nicht zuletzt: Wie viel Geld sollte man für Schultüte und Inhalt überhaupt ausgeben?
Kaufen oder selber machen?
Früher galt: Eine Schultüte wird selbst gemacht! Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Die Mehrheit der Eltern kauft mittlerweile industriell gefertigte Schultüten. Dabei ist man in Schreibwarengeschäften am besten beraten. Hier gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Farb- und Gestaltungsvarianten in verschiedenen Größen. Standardgröße für eine Schultüte sind 70 cm oder 85 cm. Es gibt auch kleinere Schultüten und größere. Bei der Auswahl sollte man die Größe des Kindes beachten. Für ein 1,20 m großes Kind ist das Handling einer 1,00 m großen Schultüte eventuell doch etwas schwierig.
In der Regel sind die Schultüten aus stabiler Pappe. Exquisitere Schultüten aus Stoff oder Filz findet man in großer Auswahl unter einschlägigen Suchbegriffen im Internet – allerdings haben die auch ihren Preis.
Wer es individueller mag und selbst Hand anlegen möchte, hat je nach Zeitaufwand verschiedene Möglichkeiten:
Die eiligen Individualisten können gekaufte Schultüten mit zusätzlichen Applikationen, Bändern, Schleifen, Aufklebern oder anderem Zierrat aufpeppen. Möglich ist auch, im Schreibwarengeschäft Bastelsets oder einen sogenannten Schultütenrohling ohne jedwedes Dekor zu kaufen und diesen mit unterschiedlichstem Dekorationsmaterial eigenständig zu gestalten. Ganz einzigartig aber auch am zeitintensivsten ist es, selbst eine Schultüte aus Pappe, Stoff oder Filz zu basteln. Das bedeutet: Anleitung suchen, Materialien kaufen und ans Werk gehen. Zahlreiche Ideen und Anleitungen findet man unter Suchbegriffen wie „Schultüte basteln“, „Schultüte filzen“ oder ähnliches im Internet.
Soll das Kind bei der Auswahl der Schultüte mitentscheiden?
Die Vorfreude auf Überraschungen, von denen man nichts weiß, ist die schönste Freude. Aber wie gut kennen Sie den Geschmack Ihres Kindes und wie enttäuscht wird es sein, wenn es zur Einschulung mit einer Schultüte herumlaufen soll, die ihm überhaupt nicht gefällt? Es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, wenn das Kind – ähnlich wie bei der Wahl des Schulranzens – auch bei der Schultüte mitbestimmen kann. Auch wenn es weiß, wie die Schultüte aussehen wird, kennt es ja noch nicht deren Inhalt. Und nur wenn ihm die Schultüte gefällt, wird es voller Stolz damit über den Schulhof laufen bzw. sich schon im Vorhinein darauf freuen. Auch Sie sind so auf der sicheren Seite und vermindern das Risiko von langen Gesichtern und Tränen am Einschulungstag.
Was gehört in eine Schultüte?
Schultüten und die Vorfreude auf die darin enthaltenen Geschenke dienen dazu, die Aufregung des Kindes vor dem Schulanfang zu mindern. In den Schultüten der i-Dötzchen finden sich die unterschiedlichsten Sachen: Von Süßigkeiten über nützliche Schulutensilien bis hin zu Spielsachen und anderen Dingen. Was also eignet sich als Inhalt für eine Schultüte?
Schön ist es, wenn der Inhalt der Schultüte etwas mit der Schule zu tun hat. Das schafft auch für das Kind die passende Verbindung. Und es gilt: Nicht übertreiben. Der eigentliche Anlass sollte nicht hinter den Geschenken zurückstehen.
Wie eh und je gehören natürlich Süßigkeiten in eine Schultüte. Passend zum Schulanfang sind beispielsweise Buchstabenkekse, Müsliriegel oder anderes Naschzeug, das einen Bezug zur Schule hat.
Auch nützliche Utensilien, die das Kind ohnehin für die Schule benötigt, sind schöne Geschenke. Dazu gehören beispielsweise Buntstifte, Lineal, Radiergummi und Farbkasten oder auch Turnbeutel, Brotdose, Trinkflasche oder ein Badetuch, das für den Schwimmunterricht genutzt werden kann.
Dass mit dem Eintritt in die Schule ein weiterer Schritt in Richtung Selbstständigkeit erfolgt, symbolisieren Geschenke wie Wecker, Schlüsselband, Reflektoren oder Regenschirm. Mädchen freuen sich auch über Haarspangen oder Modeschmuck für Kinder. Beliebter Klassiker, der sich oft in Schultüten findet, ist ein Freunde-Buch oder Poesiealbum. Manchen Kindern dauert es allerdings zu lange, bis das Lesen und Schreiben so gut klappen, dass sie ein solches Geschenk auch sinnvoll nutzen können. Gleiches gilt auch für Abos für Kinderzeitschriften. Das sind Geschenke, die sich zu späteren Anlässen besser eigenen.
Was soll eine Schultüte kosten?
Man sollte sich überlegen, was man für die Schultüte und den Inhalt ausgeben möchte. Der Preis einer Schultüte ist abhängig von Größe, Material und Design. Gängige Schultüten ohne Inhalt kosten um die zehn Euro. Die Preisspanne reicht bis über einhundert Euro hinaus.
Natürlich sind auch den Kosten für den Inhalt keine Grenzen gesetzt. Aber wie gesagt: Es geht um die Einschulung und nicht um Geschenke.
Es ist auch möglich, bereits gefüllte Schultüten zu kaufen, die aber auch preislich entsprechend zu Buche schlagen.
Viel Spaß beim Schultütenkauf und berichten Sie uns doch von Ihren Erfahrungen! Eventuell können Sie sich auch noch an Ihre eigene Schultüte und deren Inhalt erinnern oder haben weitere hilfreiche Tipps für Eltern, deren Kinder vor der Einschulung stehen.